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Notiz zu „Lerner-Typen“

Zur Diskussion hier mal ein Beitrag, den ich vor fast drei Jahren an anderer Stelle bereits veröffentlicht habe. Über Rückmeldungen und einen Gedankenaustausch dazu würde ich mich sehr freuen.

Medien im Geschichtsunterricht

Das Blog dient mir mal wieder als öffentlicher Zettelkasten mit in diesem zugegebenermaßen noch einem recht unausgereiften Gedanken. Vor einigen Wochen durfte ich zuhören, wie Rolf A. Müller die Kundentypisierung für einen Automobil-Konzern erläuterte. Die Kunden waren darin auf vier verschiedene Grundtypen anhand von zwei Variablen reduziert. Auch wenn ich mit den existierenden Lerntypen so meine Probleme habe (siehe z.B. den Beitrag von Looß), fand ich diese sehr einfache Klassifikation ansprechend und nachvollziehbar.

In der Folge habe ich überlegt, ob sich diese bewusst einfache Einteilung auch auf Lernen und den schulischen Kontext übertragen lässt. Das Zwischenergebnis meiner Überlegungen sieht folgendermaßen aus.

Lerner-TypenAls erfolgreicher Lerner ist damit in einem formalen Bildungskontext jemand definiert, der in der Lage und Willens ist, auch selbstbestimmt und selbstgesteuert zu lernen. Das scheint mir als Ergebnis etwas banal, aber das Schema kann mit seiner Veranschaulichung vielleicht doch auch etwas helfen.

Die Übergänge sind fließend gemeint…

Ursprünglichen Post anzeigen 218 weitere Wörter

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Diskussionen

3 Gedanken zu “Notiz zu „Lerner-Typen“

  1. Es kann in manchen Situationen sicher sinnvoll sein, die Komplexität einer Lernerpersönlichkeit auf diese beiden einfachen Faktoren zu reduzieren. Allerdings finde ich die Adjektive nicht sehr gelungen:

    Ist jemand mit hohem Fertigkeiten-Niveau und geringem Wollen effektiv? Nicht eher effizient?

    Kann überfordert nicht auch jemand im rechten unteren Quadranten sein – mit großem Wollen und geringen Fertigkeiten?

    Insofern: Man könnte über den Ansatz noch etwas nachsinnen, aber sollte vielleicht die Terminologie dabei noch verbessern. Schon das Nachdenken darüber dürfte einen als Lehrperson schon weiterbringen. Insofern: Danke fürs Teilen!

    Gefällt 1 Person

    Verfasst von retemirabile | 15. Januar 2016, 20:14
  2. Danke für deinen Kommentar. Es ist schon „effektiv“ , also das gewünschte Ziel erreichend, nicht unbedingt mit dem geringsten Aufwand. Das Schema ist auch nicht gemeint als Antwort auf alle Fragen, sondern hatte tatsächlich einen konkreten Ausgangspunkt, der vielleicht hilft, den Entwurf besser einzuordnen. Im Rahmen der Entwicklung der „App in die Geschichte“ war ich gebeten worden, mal aus meiner Sicht zu skizzieren, was die relevantesten Punkte sind, die das Lernen beeinflussen, um darauf aufbauend die App bzw. einzelne Funktionen abzustimmen. Soweit sind wir allerdings nicht mehr gekommen, da nach dem Grundgerüst kein Geld mehr für eine weitere Entwicklung da war…

    Für mich war die grafische Umsetzung insofern hilfreich, als sie noch einmal – ganz simpel – veranschaulicht: Wenn jemand sehr motiviert ist, aber kein oder kaum Lernerfolge erzielt, dann hilft es nichts, ihm oder ihr zu raten (bzw. in einer App anzubieten), dasselbe noch einmal zu machen. Durch Wiederholung wird niemand klug. Hier braucht es dann Angebote bzw. Beratung zu Lernmethoden und Arbeitsstrategien (im Klassenzimmer wie in digitalen Angeboten).

    Erledigt jemand hingegen alles nach Vorgaben (der App oder der Lehrkraft), ohne sich jedoch mit dem Gegenstand auseinanderzusetzen, ist es notwendig, andere Lernangebote zu machen, die nicht nur ein reines Abhaken ermöglichen, sondern eine tiefergehender Auseinandersetzung notwendig machen. So ungefähr waren meine Überlegungen beim Erstellen des Schemas.

    Gefällt mir

    Verfasst von Daniel Bernsen | 9. Februar 2016, 20:44

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